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독일 표현주의에 입각한 『깔레의 시민』연구
Untersuchung von dem Drama Kaisers Die Bürger von Calais : mit besonderer Berücksichtigung des Expressionismus

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Authors
조창섭
Issue Date
2001
Publisher
서울대학교 사범대학
Citation
사대논총, Vol.62, pp. 95-124
Abstract
Die Abhandlung setzt sich die Aufgabe, Die Bürger von Calais in besonderer Berücksichtigung des Expressionismus zu analysieren und die Idee des 'neuen Menschen' von Kaiser auseinanderzusetzen. Die Dichtung des Expressionismus ist kein isolierbares, nur ästhetisch-literarisches Phänomen, sondem gehört in den geistesgeschichtlichen Zusammenhang des 20. Jahrhunderts, insofem sie eine Reaktion gegen die materielle Wirklichkeitsnachbildung im Naturalismus und die Wiedergabe subjektiv-sinnlicher Eindrücke im Impressionismus darstellt. Die kulturell-geistige Situation des Menschen der Jahrhundertwende ist die Voraussetzung für die Entwicklung der Literaturbewegung, die von der zwischen 1880 und 1890 geborenen Generation getragen und durch die innere Krise der Gesellschaft um 1910 und den Ersten Weltkrieg ausgelöst wird. Wie der Naturalismus ist auch der Expressionismus em Versuch des modemen Menschen, sich in einer veränderten Welt und in einem gefährdeten Dasein zurechtzufinden. Aber im Gegensatz zum Naturalismus gibt sich der Expressionismus mit der Darstellung der Wirklichkeit nicht zufrieden. Indem er konventionelle Formen sprengt, will er die Seele befreien und damit die von Maschine und Machtgier bedrohte Würde des Menschen retten. Kaiser bedient sich der historischen Überlieferung von den Bürgern der Stadt Calais als Modell, um an ihm das expressionistische Programm von Wandlung und Erlösung auszumessen, im Denkspiel szenische durchzudiskutieren und mit der Tat zu belegen. Die Bürger von Calais verwirklichen zum ersten Mal Kaiser Vision yom neuen Menschen, die in späteren Dramen fortgesetzt wird. An der Auseinandersetzung um Annahme oder Ablehnung der königlichen Bedingungen entzündet sich Kaisers Dialektik. Der Stoff der Vorlage erfährt eine Umdeutung: in Duguesclins und Eustache de Saint-Pierre stehen die Vertreter des alten und des neuen Menschentums einander gegenüber. Während der erste die Verteidigung durch Waffengewalt fordert, will der 'neue' Mensch durch Bußgang und Opfer das gemeinsame Werk, den im Dienste der Menschheit entstandenen Hafen, schützen und erhalten. An das Motiv des überzähligen siebten Bürgers knüpft sich aber bei Kaiser der eigentliche Sinn des Dramas: Eustache de Saint-Pierre merkt die heimliche Hoffnung im Herzen eines jeden, dem Leben wiedergegeben zu werden. Diese Hoffnung verringert den Wert des Opfers, da für ihn nur die Tat des freien Entschlusses Wert hat, die aus Pflichtgefühl für das Wohl der Gemeinschaft geschieht. Hierin stellt Kaiser im Sinne der expressionistischen Ethik das Pflichtbewusstsein des Bürgers über den Ruhm der Waffen und entscheidct sich damit für einen Pazifismus, der durch die selbstlose Tat seine Krönung erfährt.
ISSN
1226-4636
Language
Korean
URI
http://hdl.handle.net/10371/72712
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Appears in Collections:
College of Education (사범대학)Center for Educational Research (교육종합연구원)교육연구와 실천Journal of the College of Education (師大論叢) vol.62/63 (2001)
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