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의미의 구체시 -고원의 시집『나는 ㄷㅜㄹ 이다』에 대한 하나의 독법
Konkrete Poesie als Erzählung -Uber den Gedichtband "Ich bin zwei. Ein siamesischer Zwilling" von Koh Won

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Authors
김임구
Issue Date
2006
Publisher
서울대학교 인문대학 독일학연구소
Citation
독일어문화권연구, Vol.15, pp. 143-157
Keywords
고원한글이야기로서의 구체시나는 둘이다Ko Wonkoreanisches Alphabetkorkrete Poesie als ErzählungIch bin zwei
Abstract
Beim genannten Gedichtband (2004) handelt es sich um eine Sammlung

von konkreter Poesie, die der Dichter Koh Won mithilfe des koreanischen

Alphabets experimenteII hergesteIIt hat. Gemäß der Stoßrichtung der

konkreten Poesie, die die phonetische, visueIIe und akustische Dimension der

Sprache als literarisches Mittel ausbeutet, weiß auch Koh die Eigenart der 24

Buchstaben des koreaníschen Alphabets wirkungsvolI und variationsreich

einzusetzen. Da dabei oft die konventionelI festgelegte Beziζhung zwischen

Signikant ωld Signifikat durchbrochen wird, εntstehen neue, manchmal

bizarre Bedeutungen, die sich einer eindeutigen Simlzuweisung entziehen und

so dem Leser ein polysemes Deutungspiel erIauben. Dieses Spiel wird

technisch vor aIIem durch eine geschickte Auffmdung einer Reihe von

Homonymen ermöglicht.

Ausgehend von der These Freuds, nach weIcher die literarische Phantasie

sowohl eine Wunscherftillung wie auch eine Korrektur der unbefriedigenden

Wirklichkeit sei, rekonstruiere ich in der vorIiegenden Arbeit aus den

polysemen Deutungsangeboten Kohs jedoch eine Lesart: konkrete Poesie als

Erzählung vom Leben.

In meinεn Augen beschreibt Koh im Gedichtband eine Lebensgeschichte,

die mit der Entstehung des Subjekts ansetzt und mit einζm "Memento mori"

endet. Zwischen dieser Spanne entfaltet "das konkrete Ich" Kohs eine

satirische Gesellschaftskritik, die sich u.a. gegen eine scheinhafte

Geborgenheit von falschen Zusammenschlüssen richtet.

Aber anders als ein modemes Subjekt, das sich oft von einer

unerträglichen Wirklichkeit abwendet und in sich Unendlichkeit und

Vervollkommnung anstrebt, zeigt sich im Zentrum von Kohs Subjekt eine

Leerstelle, die ständig darauf wartet, von einem Du besetzt zu werden. SO

erscheint ihm ein Partner nicht bloß als erotisches Lustobjekt, sondem vor

allem als "eine andere Hälfte"‘die seinen Mangel ausmllt. So gelesen kann

der Band mit konkreter Poesie, der auf den ersten Blick befremdlich wirkt,

durchaus Sinn und auch Freude machen, denn:

"die frage nach dem

slnn

1St slnn

der frage"
ISSN
1229-7135
Language
Korean
URI
http://hdl.handle.net/10371/87318
Files in This Item:
Appears in Collections:
College of Humanities (인문대학)Institute for German Studies (독일어문화권연구소)독일어문화권연구 (Zeitschrift für Deutschsprachige Kultur & Literaturen)독일어문화권연구 Volume 15 (2006)
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