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독일어와 한국어 비정형 동사 infinite Verbformen의 비교연구 -주변부 절 연결 periphere Anbindung에서 나타나는 비정형 동사의 동사범주의 축약 Reduktion von Verbalkategorien 현상과 기능영역 funktionale Domane의 차이
Eine kontrastive Untersuchung zu den deutschen und koreanischen infiniten Konstruktionen bezüglich der Reduktion von Verbalkategorien und der funktionalen Domänen

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Authors
류수린
Issue Date
2006
Publisher
서울대학교 인문대학 독일학연구소
Citation
독일어문화권연구, Vol.15, pp. 207-242
Keywords
주변부 절 연결분사부동사동사범주의 축약기능영역periphere AnbindungPartizipKonverbReduktion von Verbalkategorienfunktionale Domane
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird eine kontrastive Untersuchung zu den

deutschen und koreanischen infmiten Konstruktionen in zweìerlei Hinsicht

unemommen: fonnale Eigenschaft der Infmitheit und funktionale Domäne

von infmiten Konstruktionen. ln der fonnalen Analyse wird davon

ausgegangen, dass die dichotomische Unterscheidung ‘F initheit' vs.

‘Infmitheit' anhand von indoeuropäischen Verbformen übereinzelsprach1ich

nicht verwendbar ist. Die deutschen Partizipien und die koreanischen

Konverben werden zuerst aus der typologischen Perspektive voneinander und

von den verschiedenen infmiten Verbfonnen (z.B. participles, coverbs, medial

verbs, gerund u.a.) unterschieden. Dann werden die infmiten Verbfonnen im

Zusammenhang mit den unterschiedlichen Satzverbindungen als Resultat des

graduellen Reduktionsprozesses von Verbalkategorien behandelt. Dabei werden

die Satzverbindungen im Ra1nnen der funktionalen Grammatik in Reìhung,

Koordination, adsentenzialen Anschluß(=adverbiale Subordination mit fmitem

Verb), periphere Anbindung (=freien Adjunkt mit infmitem Verb),

Komplementation, Attribution und Komposition klassifiziert

1m Koreanischen zeigt sich der Rεduktionsprozess so graduell, dass die

agglutinierende Struktur von Verbalmorphologie von hinten nach vome

stufenweise reduziert wird. In der Finalform des unabhängigen Satzes können

5 grammatische Slot für Verbalsuffixe vollständig erfü1lt werden (z.B.

ka-si-ess-keyss-upni-ta [Vst-SH-TA-MD-HH-MOD]). Bei der Koordination

sind die Kategorien Modus (MOD) und Hörerhonorifik (HH) nicht zu

realisieren (z.B. ka-si-ess-keyss-ko [Vst-SH-TA-MD-0-0, aber in der

adsentenzialen Verbindungsform wird weiter die Kategorie Modal (MD)

reduziert (z. B. ka-si-ess-eto [Vst-SH-TA-α-θ-α]). In der peripheren

Verbindungsform mit Konverb wird dann die Kategorie Tempus/Aspekt (z.B.

ka-si-mye [Vst-SH-θ-θ-θ-θ und zum Schluss in der Komplexform bis in

die Kategorie Subjekthonorifik (SH) reduziert (z.B. ssa-ko-tol-ta

[Vst-θ-θ-θ-θ-θ]-... ).

1m Deutschen, der t1ektierenden Sprache, beobachtet man keine

stufenwlεise Reduktion wie im Koreanischen, sondem eher eine Reduktion, in

der die bestimmte Kategorie bezüglich der Satzverbindungsart eingeschränkt

wird. Das fmite Verb des unabhängigen Satzes sowie bei der Koordination

wird in Hinsicht auf alle 4 Verbalkategorien t1ektiert (z.B. Hau jetzt ab, und

es ist alles in Ordnung. [PER:NUM:TEMP:MOD]). Aber die Moduskategorie

wird einerseits im Relativsatz sowie im adverbialen Anschluß nicht

hypothetisch interpretiert, sondem immer auf ’Faktisch’eingeschränkt (z.B.

Die Frau, die dich begrußt hat, ist meine Schwester.

[PER:NUM:TEMP:MOD*]). Andererseits wird der Modus imπealen

Konditionalsatz auf Koniunktiv 11 und im Komplementsatz mit Verben wie

sagen, behaupten, vermuten u.a. auf Konjunktiv 1 eingeschränkt (z.B. Er

wäre, wenn ich gerufen hätte, gleich hergekommen.

[PER:NUM:TEMP:MOD*]). Die Verbformen bei peripherer Anbindung sind

insoweit infmit, dass sie in Hinsicht auf PERSON, NUMERUS nicht t1ektiert

werden. Die infmiten Verbformen unterscheiden sich voneinander angesichts

des Bündels von eingeschränkten Verbalkategorien. Das Partizip 1 wird als

Bündel von Kategorien ’Geichzeitigkeit’ ’Imperfektiv’und ’Aktiv’(z.B.

Herbert ging, das Hemd mitschleifend, aufs Klo.), das Partizip 11 als Bündel

von Kategorien ’Vorzeitigkeit’ ’PPerfektiv’und ’Passiv’(z.B. MX12 nahm

wieder Fahrt auf, eskotiert von dem Schnellboot.) behandelt. Zum Schluß

fmdet man in der auxiliaren Periphrase und im Komplexverb ein reines

Infmitiv, das hinsichtlich ganzer Verbalkategorien neutralisiert ist. In der

Weise wird ein gradueller Abbau von Verbalkategorien im Deutschen

festgestellt. Dazu wird in den beiden Sprachen verifiziert: je tiefer ein Satz

in einem anderen Satz subordiniert wird, desto mehr Verbalkategorien werden

eingeschränkt bzw. reduziert.

In funktionaler Hinsicht werden die funktionalen Domänen von

Partizipialkonstruktion und Konverbalkonstruktion verglichen. Die

Partizipialkonstruktionen dienen zur Koprädikation von dem Partizipanten der

übergeordneten Situation: Sie fùgen z.B. Begleithandlung, Körperhaltung,

emotionalenJphysischen Zustand usw. hinzu (z.B. Trost sprechend benutzte er

die Gelegenheit....). Die Konverbalkonstruktionen fùhren hingegen in der

übergeordneten Situation einen neuen Partizipanten wie Konkomitant,

Benefiziär, Lokativrolle usw. ein (z.B. ai-lul tayli-ko sanchaykhata "mit dem

Kind spazieren"), sodass die Partizipantenstruktur der übergeordneten

Situation εrweitert bzw. modifiziεrt wird. Aus diesem Unterschied der

funktionalen Domäεn folgt dεr Schluss, dass diε Partizipialkonstruktion des

Deutschen stark fùr Personen rεlevant ist, und dass die Konverbalkonstruktion

des Koreanischen mehr situationrelevant fungiert. Die Personenrelevanz kann

den Nominalbezug (=attributive Verwendung) von Partizipien in

indoeuropäischen Sprachen klären, und die Situationsrelevanz erläutert die

Verbalstrategie im Koreanischen, wodurch eine Lücke von Obliquekasus wie

Komitativ, Allativ, Benefaktiv, Instrumental usw. geschlossen wird (z.B.

*sacinki-wa vs. sacinki-lul kaci-ko "mit der Kamera").
ISSN
1229-7135
Language
Korean
URI
http://hdl.handle.net/10371/87322
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Appears in Collections:
College of Humanities (인문대학)Institute for German Studies (독일어문화권연구소)독일어문화권연구 (Zeitschrift für Deutschsprachige Kultur & Literaturen)독일어문화권연구 Volume 15 (2006)
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