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로베르트 무질의 『특성 없는 남자』 에 나타난 유토피아 구상과 그 이념사적 위상
Die Utopiekonzeption im Mann ohne Eigenschaften und ihre problemgeschichtliche Einordnung

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Authors
신지영
Issue Date
2007
Publisher
서울대학교 인문대학 독일학연구소
Citation
독일어문화권연구, Vol.16, pp. 101-123
Keywords
유토피아유토피아적인 것현대의 변증법다른 상태귀납적 의식Utopiedas UtopischeDialektik der Moderneanderer Zustandinduktive Gesinnung
Abstract
Robert Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften ist mit Blick auf die Utopietradition und die Utopiebegriffe so komplex, daß man ihn geradezu als „Summe abendländischen utopischen Denkens“ (Voßkamp) bezeichnen kann. Dabei hat die Musilforschung bisher vor allem herausgestellt, daß der Utopismus nicht nur Ulrichs Existenzform als die eines „Möglichkeitsmenschen“ begründet, sondern auch als Musils Stilund Schaffensprinzip den ganzen Roman regiert. Indem auf diese Weise aber der Utopismus so sehr in den Vordergrund getreten ist, sind darüber von der Forschung die materialen Utopien des Romans fast völlig

vernachläßigt worden. Die diversen in Musils Roman vorkommenden Utopien, von der „Utopie des exakten Lebens“ bis zu der des „anderen Zustands“, wurden bisher entweder nur als Funktionen des „Möglichkeitssinns“ betrachtet, oder es wurde als einzige die Utopie des „anderen Zustands“ als subjektive und augenblickshafte Privatutopie ernst genommen. Dagegen erhellt eine inhaltliche Untersuchung der Gesamtheit der Utopien im Mann ohne Eigenschaften, daß diese einander nicht

einfach nacheinander ablösen, sondern die verschiedenen Utopien funktional voneinander abhängen und sich unter die oberste Kategorie der „Utopie der induktiven Gesinnung“ fügen. Die Erhellung dieser Zusammenhänge fördert desweiteren zutage, daß Musil mit diesem System von Utopien auf nichts anderes als auf die Überwindung der Dialektik der Moderne, also der in „Ratio und Mystik“, die Vernunft und das Andere‘ der Vernunft auseinandergefallenen modernen Welt, zielt. Nach Musils eigener Darstellung werden im „MoE“ „die Sinnfragen der Existenz des modernen Menschen […] aufgeworfen und in einer ganz neuartigen, aber sowohl leicht-ironischen wie philosophisch tiefen Weise beantwortet“. Musil sieht seine Zeit in „Rationalität u. Mystik“ polarisiert. Mit der Rationalität‘ meint Musil den „Geist der Positivität“ der Tatsachenwissenschaften, der die Dinge und Menschen in Formelsysteme auflöst und damit auch das „anthropozentrische Verhalten“ („Es ist eine Welt von Eigenschaften ohne Mann entstanden“). Das Ergebnis ist: „Gewinn an Wissen, Verlust an Leben“. Aus Furcht vor der wachsenden Sinnlosigkeit des Lebens durch die wissenschaftliche Ratio tritt das

Andere der Vernunft‘ als Instanz der Sinngebung auf.
ISSN
1229-7135
Language
Korean
URI
http://hdl.handle.net/10371/87339
Files in This Item:
Appears in Collections:
College of Humanities (인문대학)Institute for German Studies (독일어문화권연구소)독일어문화권연구 (Zeitschrift für Deutschsprachige Kultur & Literaturen)독일어문화권연구 Volume 16 (2007)
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