Browse

웃음에 깃든 연민 : 또 하나의 통일 소재 영화 <헤어드레서>
Mitleid im Lachen. Noch ein Wendefilm Die Friseuse von Doris Dörrie

Cited 0 time in Web of Science Cited 0 time in Scopus
Authors
황승환
Issue Date
2013
Publisher
서울대학교 인문대학 독일학연구소
Citation
독일어문화권연구, Vol.22, pp. 169-204
Keywords
통일영화헤어드레서도리스 되리독일 통일동서 갈등WendefilmDie FriseuseDoris Dörriedie deutscheEinheitOst-West-Konflikt
Abstract
Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall ist die Deutsche Einheit für die Bundeskanzlerin Angela Merkel noch nicht vollendet. Deshalb hat sie zu weiteren Bemühungen aufgerufen. Deutschland ist vereinigt aber dennnoch getrennt, weil es die mentale Mauer und den Konflikt zwischen Ost und West noch gibt. Doch die jetzigen zahlreichen Unterschiede und die immer noch existierende unsichtbare Mauer zwischen beiden sind nur die Geburtsschmerzen von der zukünftig noch zu erwartenden vollendeten Einheit. Um sie zu erreichen ist es von Nöten, die mentale Differenz zwischen Ost und West noch einmal unvoreingenommen zu reflektieren. Hierauf macht die Friseuse (2010) aufmerksam. Dieser Film von der Regisseurin Doris Dörries ist nicht nur eine Unterhaltungskomödie, um die Zeit totzuschlagen, oder das Publikum zum Lachen zu bringen. Er ist auch nicht nur eine Sozialkomödie, die Kritik an den sozialen Vorurteilen über vom Aussehen orientiertes Verhalten ausübt oder Toleranz und Intoleranz in der deutschen Gesellschaft zeigt. Und er ist auch weder bloßer ein Lobpreis einer bejahenden, übermütigen, aktiven und selbstständigen Frau, die sich ein Stehaufmännchen nach der Wendezeit behauptet. Sondern er ist auch vor allem ein gelungener Wendefilm. Durch das Alltagsleben der korpulenten Kathis zeigt dieser Film das Leben der strapazierten Ostdeutschen in der Wendezeit. Kathis Übergewicht und das alltägliche Ungemach oder das soziale Präjudiz, das durch ihre Korpulenz hervorgerufen wird, weisen auf die Situationen der Ostdeutschen in der vereinigten deutschen Gesellschaft hin. Der Winkel der Kamera verfolgt hartnäckig Kathis Körper, besonders ihre üppige Nacktheit. Ihre üppige Körperfülle ist das Gewicht des Lebens der Ostdeutschen nach der deutschen Einheit. Anders ausgedrückt, ihr üppiger Körper gestaltet einen Blickwinkel oder Vorurteil des Westdeutschen gegen die Ostdeutschen. Anders als die Westdeutschen standen vor 20 Jahren die Ostdeutschen mit einem Handikap an der Startlinie der Einheit. Die Ostdeutschen standen wie Kathie mit Adipositas und Multiple Sklerose, oder wie die Regisseurin Doris Dörrie mit fatsuit an der Startlinie. Kathis Übergewicht symbolisieren das Gewicht des Lebens, das sie in der vereinigten deutschen Gesellschaft zum Leben geduldig ertragen muss. Die Westdeutschen wie Frau Krieger, die ein Vorurteil gegen diese äußere Erscheinung haben, wissen nicht um die Begabung und Inbrunst von der dickfleischigen Kathi. Der Untergang der DDR bedeutet auch den der BRD. Jetzt existiert nur ein vereinigtes Deutschland. Aber die Vereinigung ist noch nicht vollendet und das neue Deutschlandbild ist im Werdegang. Es hilft nichts, sich in dieser Lage dem Ossi-Wessi-Konflikt, der Ostalgie oder der Westalgie zu überlassen. Dieser Konflikt, diese Debatte oder gegenseitige Beschwerden helfen nicht dem gegenseitigen Zusammenleben. Um nicht ein vereinigte aber getrennte Deutschalnd, sondern ein echtes vereinigtes Deutschalnd zu erreichen, müssen Ost und West auf der Basis gegenseitiger Gemeinsamkeiten ihre gegenseitige Differenz anerkennen und ihre gegenseitigen Vorzüge aufnehmen. Doris Dörries Film zeigt, dass die Ostdeutsche Kathi und der Vietnamese Tien, ein scheinbar zueinander nicht passendes Paar, einander kommunizieren und eins werden können. Wenn Ostdeutsche und Westdeutsche auch, wie Kathi und Tien, sich einander zusammenraufen und gegenseitig ihre Tugenden mit Toleranz aufnehmen, dann können sie ein neues Deutschlandbild schaffen und eine wahre Einheit erreichen. Durch die Friseuse, in der auch die exotische, bes. die asiatische Kultur behandelt wird, hat die Regisseurin Doris Dörrie das harte Leben der Ostdeutschen nach der Wende aus einer fremden Sicht humorvoll und scharf gezeigt. Die Regisseurin hat eine Brücke geschlagen, indem sie den Stoff Wendezeit in neuartiger Form behandelt hat.
ISSN
1229-7135
Language
Korean
URI
http://hdl.handle.net/10371/91959
Files in This Item:
Appears in Collections:
College of Humanities (인문대학)Institute for German Studies (독일어문화권연구소)독일어문화권연구 (Zeitschrift für Deutschsprachige Kultur & Literaturen)독일어문화권연구 Volume 22 (2013)
  • mendeley

Items in S-Space are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.

Browse