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<카프카의 장편 실종자>연구
Eine Studie uber ,,Der Verschollene" von Franz Kafka

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Authors
박환덕
Issue Date
1987
Publisher
서울대학교 인문대학 인문과학연구소
Citation
인문논총, Vol.18, pp. 31-50
Abstract
In der vorliegenden Abhamdlung wird versucht, die vielschichtigen Erzählstrukturen und ihre existenziell-gesellschaftliche Bedeutung in der Erzählung Der Verschollene" zu interpretieren. Es ist dabei in Rücksicht zu nehmen, daß das in den Erzählwerken Kafkas wiederkehrende Motiv des ,Vater-Sohn-Konflikts' auch hier im Vordergrund steht. Dieses Motiv ist dann in das Gesarntgefüge der Erzählung vielfach verflochten und jeweils variiert in bezug auf die Erzahlsituationen. Darunter kann man verstehen, daß der Held Karl Roßmann am Anfang der Erzählung yom Vater nach Amerika vertrieben wird, weil jener der patriarchalen Ordnung zu Haus widerstrebt hat. Dennoch denkt er, er sei ,schuldlos' gegenüber der bösen Welt von Europa. Daher ist seine Fahrt nach Amerika zugleich als eine Art Zuflucht und darüber hinaus auch als ein Versuch zu deuten, nach dem sinnhaften Leben zu suchen. Aber auf der Fahrt nach Amerika und weiterhin in Amerika liegen ihm dieselbe Konflikten vor, die ihn zu Haus folterten. lm Unterschied zu anderen Erzählungen Kafkas wiederholen sich hier die gleichen Gegensätze immer von neuem. Desto schlimmer, weil es hier keine andere Möglichkeit gibt, als daß er angesichts der gleichen Konflikte stets auf gleiche Weise scheitern muß. Deshalb kann man annehmen, daß gerade sein Selbstgefühl einigerrnaßen als tragischer Schuld auf ihn rückwirkt. Diese paradoxe Erzählsituation ist als eine verkehrte Widerspiegelung der Wirklichkeit zu verstehen, die dem Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft in der Arbeitswelt der Gegenwart speziel1 entspricht, In einer Welt, wo die Entfremdung und Funktionalisierung des Menschen beherrscht, gäbe es einen freien Raum nur innerhalb der Phantasiewelt, die am Ende der Erzählung das ,Oklahoma-Theater' versinnbildlicht. Hier ist der Künstler als einziger aufgenommen, der dem Wesen des Lebens nachstrebt. Jedoch darf er in diese Welt gar nie einsiedeln, weil er auch hier wieder geprüft werden muß, Die Bildungsjahre in Amerika, die ihn zum Künstler zu berechtigen und damit ihm die Wahrheit zuzulassen schienen, können nichts ändern, daß er immerhin als ,Vertriebener, auf der Erde leben muß, und daß er daher auf ewig ein ,Verschollener' bleiben muß.
ISSN
1598-3021
Language
Korean
URI
https://hdl.handle.net/10371/28691
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Appears in Collections:
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