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Die literarische Negation der bürgerlichen Gesellschaft

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Authors
Shin, Hyeseon
Issue Date
2017-06
Publisher
서울대학교 외국어교육연구소
Citation
외국어교육연구, vol.20, pp. 59-77
Keywords
Heinrich MannProfesssor UnratGesellschaftsromanKulturkritikGesellschaftskritik
Abstract
Heinrich Manns Professor Unrat weist charakteristische Merkmale des ‚Gesellschaftsromans’ auf: Repräsentativ zu erwähnen ist die Darstellung der Schule als ein Modell der Gesellschaft. Heinrich Mann zielte mit seinem schulsatirischen Professor Unrat darauf ab, die kaiserliche Bildungsanstalt zu kritisieren, und weitergehend psychologisierende Kritik an der zeitgenössischen bürgerlichen Kultur und Gesellschaft auszuüben. Zu diesem Zweck gestaltet der Autor die Schule und die darin agierende Figuren als eine Art Modell, das in einer vertretenden Funktion für die Gesellschaft steht. Dieses Gesellschaftsmodell führt eine Reflexion über den Bankrott der humanistischen Bildungsvorstellungen in der Wilhelminischen Zeit und ebenso über die Doppelmoral des Bürgertums in der Ü bergangssituation zur Moderne herbei. Hinsichtlich dieses Gesellschaftsmodells ist zu betrachten, inwiefern das Verfallen der neuhumanistischen Bildungsidee und das Verkommen bürgerlicher Kultur im Roman unterbreitet werden. Vor diesem Hintergrund kann der Protagonist des Romans Professor Unrat als Repräsentant des Bildungsbürgertums dieser Ü bergangszeit verstanden werden, in der die neuhumanistische Einheit der Bildungstradition verfällt.
ISSN
1229-5892
Language
English
URI
http://hdl.handle.net/10371/135078
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