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역사인식의 방법으로서 '기억하기' -벤야민의『1900년경 베를린의 유년시절』읽기
Das Erinnern als die Methode der Historiographie -Eine Studie zu Benjamins Berliner Kindheit um Neunzehnhundert

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Authors
최성만
Issue Date
2006
Publisher
서울대학교 인문대학 독일학연구소
Citation
독일어문화권연구, Vol.15, pp. 313-334
Keywords
기억경험역사 인식미메시스꼽추 난쟁이ErinnerungErfahrungHistoriographieMimesisDas Bucklicht Männlein
Abstract
In dieser Untersuchung habe ich versucht, der eigentümlichen Struktur des Erinnems in Walter Benjamins autobiographischer Schrift Berliner Kindheit um Neunzehnhundert nachzugehen. In dieser Schrift Benjamins, die aus 30 von 1932 in seiner Exilzeit bis 1938 niedergeschriebenen Fragmenten besteht, fehlt es an jener biographischen Kontinuität, wie man sie von einer Autobiographie erwarten mag. Folglich ist darin keine als einheitlich konstatierbare Erzählperspektive des Erinnemden festzumachen. Vielmehr handelt es sich um eine Reihe von einzelnen Bildem, in denen die ursprüngliche, Erfahrungen, wie sie ein in einer Metropole aufwachsendes Kind gemacht hat, mit dem Bewußtsein des sie in der Erinnerung noch eimnal durchmachenden erwachsenen Erzäh1ers einzigartig durchdrungen sind. Sie sind wie Bilder, die erst im Augenblick des Erinnems lesbar geworden sind. Die dargestellten Erinnerungsstücke zeigen jene dialektische Struktur, die Benjmain später im Passagen-Werk auf das Verhältnis von Traum und Erwachen angewendet und zu einer echten Methode der Historiographie entwickelt hat. Benjamin sucht in seinen Memoiren die Augenblicke der Erfahrungen seiner Großstadtkindheit an jener Stelle zu erfassen, in die das dialektische Erkennbar-Werden in der Jetztzeit eingebrochen ist.

Unter dieser Perspektive habe ich dann anhand einiger Erinnerungsstücke

zu zeigen versucht, wie die darin von ihm gewonnenen Einsichten in seinem

ganzen Oeuvre als kardinale Motive des Gedankens weiter wirken. Die

kardinale ästhetische Erfahrung z.B., die Benjmain in seiner Kindheit mit

dem Strumpf gemacht hat, spielt als die Idee der “Unenthüllbarkeit" des

ästhetischen Scheins oder als eine sfurealistische Erfahrung in seinen

Schriften eine wichtige Rolle. Und “Die Mummerehlen" bildet das

Fundament, auf dem er später seine Mimesistheorie εntwickelt hat (“Lehre

vom Ahn1ichen"). “Verstecke" vermitteln magische Erfahrungen, die nicht nur

dem Kind zur Verzauberung der Dingwelt dienen, sondem auch ihm zur

Entzauberung der Dingwelt verhelfen. Schließlich spielt die Erfahrung mit

dem bucklichten Mannlein als ein in seiner Gedankenwelt immer

wiederkehrendes Motiv eine bedeutsame Rolle. Das Männlein, von dem er in

seinem Katka-Essay meint, dass es verschwinden wird, wenn der Messias

kommt, mahnt den Menschen immer wieder dazu, die ihnen gegebene

“schwache messianische Kraft" zu nutzen, vor allem um des Zustands der

Entstellung eingedenk zu bleiben und ihn zu überwinden. Diese Entstellung

ist jedoch nicht im abstrakt-metaphysischen Sinne zu verstehen, sondem im

konkret-historischen Sinne zu fassen: Sie lässt sich auf die zunehmende

Vεrdinglichung und Entfremdung der Gεsellschaft in dεr kapitalistischen

Modeme zUTÜckfûhren. Und gerade das versucht Benjamin in seinem

Passagen-Projekt flir die Urgeschichte des 19. Jahrhundert zu leisten. Insofem

bewahrt sich seine Außerung im “Vorwort", bei seinen Erinnerungsbildem

handle es sich um eine Präformation der “spatere(n) geschichtliche( n)

Erfahrung".
ISSN
1229-7135
Language
Korean
URI
http://hdl.handle.net/10371/87328
Files in This Item:
Appears in Collections:
College of Humanities (인문대학)Institute for German Studies (독일어문화권연구소)독일어문화권연구 (Zeitschrift für Deutschsprachige Kultur & Literaturen)독일어문화권연구 Volume 15 (2006)
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