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미하엘 탈하이머의 연출미학 : <무죄> 공연에 나타난 시선과 공간성에 주목하여
Michael Thalheimers Regieästhetik : im Hinblick auf Blick und Räumlichkeit bei der Unschuld-Inszenierung

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Authors
이숙경
Issue Date
2013
Publisher
서울대학교 인문대학 독일학연구소
Citation
독일어문화권연구, Vol.22, pp. 67-91
Keywords
미하엘 탈하이머무죄데아 로어시선공간성Michael ThalheimerUnschuldDea LoherBlickRäumlichkeit
Abstract
In dieser Arbeit liegt mein Anliegen darin, Michael Thalheimers Inszenierung

Unschuld im Hinblick auf seine Regieästhetik, vor allem die Elemente wie

Blick und Räumlichkeit, näher zu betrachten und zu analysieren. Der Text

dieser Inszenierung ist ein Drama Dea Lohers, das 2003 veröffentlicht wurde.

Gegenstand der Untersuchung ist die Version, die von Thalheimer am 29. 9.

2011 im Deutschen Theater Berlins auf die Bühne gebracht wurde. Auch

diese Version ist aus der Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Olaf

Altmann entstanden, der ein minimalistisches Bühnenbild bevorzugt und zeigt.

Michael Thalheimer setzt sich bei dieser Inszenierung wiederum mit dem

Schmerz unglücklicher Menschen auseinander, die unter unvermeidlichen

Katastrophen leiden. Dea Loher betrachtet diese Katastrophen mit Trauer und

einem leidvollen Blick. Thalheimer bringt ihren Text in einem Bühnenbild in

Verbindung, das wie eine Skulptur wirkt, und führt das Tragische der

Figuren damit ins Extrem.

Die Figuren finden keinen Ausweg und haben keine Aussicht auf Verbesserung.

Daher bleiben sie oft fast bewegungslos am Rande oder auf dem unteren Teil

des Kegels stehen, der sich gleichmäßig nach Mechanismen dreht. Ansonsten

gehen sie mühsam und schwerfällig auf dem Kegel auf und ab. Jeder Schritt

ist ein Kampf. Der Kegel erinnert sehr an einen Sandhügel, eine Bergspitze

oder ein Grab. Er dreht sich nicht, wenn an der natürlichen Zeitentwicklung

gezweifelt wird. Die Figuren bleiben wie ausgestellte Puppen am Rande des Kegels stehen und stellen die Frage nach Schuld und Sühne. Sie schauen

einander kaum an, sondern starren ins Publikum oder in die Luft.

Die fast leere Bühne wird nur mit den Worten der Figuren, der Körper- und

Bewegungssprache der Schauspieler, durch die es zur Schaffung eines

semiotischen Raumes kommt, mit der Spannung erzeugenden Musik, dem

angemessenen Gebrauch des medialen und des pragmatischen Raumes sowie

den Blicken der Zuschauer erfüllt. Die Wechselwirkung von Entleerung und

Erfüllung spielt also eine entscheidende Rolle bei dieser Inszenierung, deren

minimalistisches Bühnenbild mit der Panoptikum-Dramaturgie Lohers die

Einbildungskraft der Zuschauer anregt und ihre Reflexion provoziert.
미하엘 탈하이머 Michael Thalheimer는 1965년 프랑크푸르트 태생의 독일 연출가로 토마스 오스터마이어, 안드레아스 크리겐부르크와 더불어 고유의 독특한 연출미학으로 평단과 관객으로부터 주목받아 왔다. 스위스 베른의 연기학교에서 배우수업을 받은 그는 마인츠, 켐니츠 등에서 배우로 활동하다 1997년 를 시작으로 연출가의 길로 들어섰다. 그는 무대미술가 올라프 알트만 Olaf Altmann과 함께 프라이부르크, 바젤, 라이프치히 극장, 드레스덴 국립극단, 함부르크의 탈리아 극장에서도 공연했고, 평단의 호평과 관객들의 호응에 힘입어 2006년부터는 베를린의 도이췌스 테아터에서 상임연출가로 활동하기도 했다.
ISSN
1229-7135
Language
Korean
URI
http://hdl.handle.net/10371/91960
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Appears in Collections:
College of Humanities (인문대학)Institute for German Studies (독일어문화권연구소)독일어문화권연구 (Zeitschrift für Deutschsprachige Kultur & Literaturen)독일어문화권연구 Volume 22 (2013)
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