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전인교육으로서의 인문학 : 독일 신인문주의의 교양(Bildung) 사상
Geisteswissenschaften und Bildung : Die Idee der Bildung des Neuhumanismus in der Goethezeit

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Authors
안성찬
Issue Date
2009
Publisher
서울대학교 인문학연구원
Citation
인문논총, Vol.62, pp. 99-126
Keywords
신인문주의전인교육형상엔텔레케이아빙켈만칸트레싱헤르더괴테실러헤겔훔볼트NeuhumanismusBildungBildentelecheiaWinckelmannLessingHerderGoetheSchillerHegelHumboldt
Abstract
Im 18. Jahrhundert Deutschlands, na¨mlich in der Goethezeit, durchsezte
sich eine neue kulturelle Bewegung, die man spa¨ter als Neuhumanismus
bezeichnet hat. Die Bezeichnung Neuhumanismus impliziert, dass einerseits
die Kulturbewegung in der Goethezeit die humanistische Tradition der
Antike und der Renaissance befolgte, aber andererseits ein neues Element
beinhaltete, das ihn von den Renaissancehumanismus unterscheidet. Ernst
Cassirer nach kann man den neuen Charakter des Neuhumanismus vor
allem im Wille zur Gestaltung finden.
Die grossen kulturellen Ergebnisse des Neuhumanismus in der Goethezeit,
die das vorher barbarisch genannte Deutschland zum Land von
Dichter und Denker gemacht hat, wurden von drei Generationen hervorgebracht.
Die Repra¨sentativen Personen der ersten Generation sind
Winckelmann, Kant und Lessing. Sie bahnten jeweils in ihren eigenen
Kulturbereichen einen neuen Weg fu¨r die na¨chsten Generationen der
Goethezeit. Zur zweiten Generation des Neuhumanismus geho¨ren vor allem
Herder, Goethe und Schiller, die sogenannten Weimarer Gestirne, die diese kleine Stadt zur Kulturhauptstadt des politisch geteilten Deutschlands
machte. Sie haben alle Mo¨glichkeiten der neuen Zeit erforscht, erlebt und
zum Ausdruck gebracht. Die letzte Genenraion, die vor allem von Hegel
und Humboldt repra¨sentiert wird, hat von den kulturellen Ergebnissen der
Goethezeit ein philosophisches und pa¨dagogisches System herausarbeitet
und hierdurch diese zum gemeinsamen Kulturgut des deutschen Bildungsbu
¨rgertums in den na¨chsten zwei Jahrhunderten gemacht.
Das Schlu¨sselwort, das die scho¨pferische Kraft der Goethezeit charakterisiert,
ist Bildung. Der Begriff der Bildung ist gerade in der Goethezeit
gebildet worden. Wie Gadamer formuliert hat, wird an dem Begriff der
Bildung am deutlichsten fu¨hlbar, was fu¨r ein geistiger Wandel es ist, der
uns mit dem Jahrhundert Goethes noch immer gleichzeitig sein, dagegen
selbst schon mit dem Zeitalter des Barock wie mit einer geschichtlichen
Vorzeit rechnen la¨sst. Der Begriff ist ja das Schlu¨ssel, das uns zur Erschliessung
der Gedanken des Neuhumanismus leitet, na¨mlich: zur Erschliessung
der Geschichtsphilosophie Herders, der literarischen und denkerischen
Werke von Goethe und Schiller, der idealistischen Philosophie Hegels, der
pa¨dagogischen Idee und Politik Humboldts und der philosophischen
Hermeneutik von Schleiermacher u¨ber Dilthey und Heidegger zu Gadamer.
Der Begriff der Bildung beruht auf zwei Hauptthesen, na¨mlich: dass das
klassische Altertum das ewige Ideal der Menschenbildung ist und dass das
Wesen des Menschen die Freiheit ist. Die Geisteswissenschaften befinden
sich fu¨r immer im Spannungsfeld zwischen diesen zwei kontradiktorischen
Thesen. In den Gedanken des Neuhumanismus und der Bildung ko¨nnen
wir die mo¨glichen Synthese finden, die den Widerspruch der beiden Thesen
dialektisch, also dialogisch, aufzuheben vermag.
ISSN
1598-3021
Language
Korean
URI
https://hdl.handle.net/10371/70913
Files in This Item:
Appears in Collections:
College of Humanities (인문대학)Institute of Humanities (인문학연구원)Journal of humanities (인문논총)Journal of Humanities vol.62 (2009) (인문논총)
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