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Die Heldensagenfigur "Dietrich von Bern" im Nibelungenlied

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Authors
허창운
Issue Date
1981
Publisher
서울대학교 인문대학
Citation
Journal of humanities, vol.7 pp.167-186
Abstract
Dieve Studie bchandelt haupts~chlich die literarische Darstellung und Stilisierung dcr
Figur Dietrich won Bern irn Nibelungenlied im Hinblick auf Mythen und Sagen, die sic11
nlit literarischen Uberlieferungen zusammenhangcn.
Dietrich von Bern, der in der Geschichte a1s christlicher Friedenshcrrscher Theoderich der
GroJe bekannt und in der Dichtung meistens als edler Kiinigsfliichtling dargestellt ist,
stammte urspriinglich aus der Amalcr-Sippe, lebte von 454 bis 526 und wurde seit 471
Ostgotenkonig. Seine bedeutungsvolle Eroberung Italiens erfolgte durch den Sieg uber
Odoaker bei Verona. Diese geschichtlichen Tatsachen urn Theoderich bildeien im Laufe
der Zeit den Mittelpunkt der Gotensagen, die in L)eutschland vvllig heimisch wurden,
indem sich eine gnnze Reihe von Epen zyklisch urn diese Gestalt zusamn~enschloS.
Im Nibelungcnlied taucht er aber als Fl~chtlingskonii~m Hunnenhof von Etzel auf,
d.h. nur im zweiten Teil des Burgundenuntergangs. I-Iier spielt er eine im entscheidenden
Moment der Handlung unentbehrliche Rolle. Im groflen und ganzen hilt er jedoch
in den kriegerischen Auseinandersetzungen der beiden Parteien (Hagen und Kriemhild)
extreme Stellungnahme zuriick, ztjgert mit dem kampferischen Eingriff bis zum
leteten Moment, in dem er schlieDlich Guniher und Hagen iiberwaltigt und Kriernhild
noch urn Gnade Iiir die Besiegten bittet. Auf Grund solcher Kriterien, d.h. seiner Distanzierung
von Rriernhilds Racheabsicht, Zuriickhaltung von dcr Krieg~einmischung, vor
allem seiner versvhnlichen Gesinnung gegeniiber den Besiegten wird er oft als christlichritterliche
Idealfigur oder als heroisch-heldisches Vorbild bewertet. Es ist aber anhand
unserer Textanalyse deutlich geworden, daR wesentliche Vcrhaltensweisen und AuRerungen
Dietrichs won Bern im Nibelungenlied einen widerspriichlichen Charakter aufwcisen. Daraus
laBt sich leicht schlieRen, daB eine einheitliche Konzeption dieser Gestalt schwer durchfiihrbar
gewesen sein mu& da die unstimmigen Ziigcn des Dietricharakters mcistens von
Motiven aus der Geschichte, dem Mythos, der Sage und Literatur abhangig sind.
Im Grunde handelt es sich in dieser Abhandlung darurn, weitgehend die hetrogene
Charakteristik der Figurendarstellung hervorzuheben und ihre potcnziale Interdependenz
zu betonen.
ISSN
1598-3021
Language
Korean
URI
http://hdl.handle.net/10371/26305
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Appears in Collections:
College of Humanities (인문대학)Institute of Humanities (인문학연구원)Journal of humanities (인문논총)Journal of Humanities vol.07 (1981) (인문논총)
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