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제2언어습득에 대한 신경언어학적 고찰
Die neurolinguistische Betrachtung des Fremdsprachenerwerbs

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Authors
이성은
Issue Date
2012
Publisher
서울대학교 인문대학 독일학연구소
Citation
독일어문화권연구, Vol.21, pp. 127-157
Keywords
제2언어습득결정기학습수준모국어 전이신경가소성신경언어학뇌파측정기능성 자기공명 영상 기법Fremdsprachenerwerbcritical periodproficiencyL1transferneuroplasticityNeurolinguistikEEGfMRI
Abstract
Die vorliegende Arbeit versucht die zwei traditionellen Thesen über den Fremdspracherwerb kritisch zu analysieren und alternative Interpretationen vorzunehmen, die die neurolinguistischen Studien vorschlagen. Gemäß der ersten These, bekannt unter dem Schlagwort „'kritische Periode“", kann man sich eine Fremdsprache nicht mehr wie eine Mutterspache aneignen, wenn der Beginn des Sprachwerbs erst nach Ende des kritischen Zeitraums (ca. im Alter von 13 Jahren) einsetzt. Die zweite These zu den „'Besonderheiten des Gehirns von Fremdsprachenlernern“" besagt, dass sich die Hirnstruktur der Fremdsprachenlernern von derjenigen der Muttersprachlern unterscheidet.

Gegen die beiden Thesen sprechen die neurolingusitischen Befunde, die mit Hilfe von Bildgebungsverfahren wie EEG sowie fMRT erzielt wurden. Diese Studien belegen, dass keine kritische Periode für den Fremdssprachenerwerb existiert, und auch die Gehirnstruktur der Fremdsprachenlernern sich nicht von derjenigen der Muttersprachler unterscheidet. Zu den beiden Missverständissen führt, dass man einerseits das Leistungsniveau („'Proficiency“") bisher nicht berücksichtigt und andererseits den Umstand vernachlässigt hat, dass der Fremdspracherwerb stufenweise erfolgt. Während die Sprachverarbeitung der Fremdsprache in der frühen Phase ihres Erwerbs von derjenigen der Mutterspacher abweicht, nähert sie sich jedoch in späteren Phasen der muttersprachlichen Sprachverarbeitung zunehmend an. Die verschiedenen neurolinguistischen Beweise für diese These werden in der vorliegenden Arbeit ausführlich vorgestellt und erörtert.

Dank ihres neurolinguistischen Ansatzes vermag diese Arbeit einige Vorschläge zu entwickeln, die als Grundlage für die Ausarbeitung neuer Lern-und Lehr-Modelle für den Fremdsprachenerwerb dienen können. Sollten zukünftige Arbeiten bestätigen, dass diese Vorschläge plausibel und praktikabel sind, können sie als ein erster Schritt zur Entwicklung eines anspruchsvollen didaktischen Modells für den Fremdsprachenerwerb angesehen werden, das im DaF-Unterricht angewandt werden kann.
ISSN
1229-7135
Language
Korean
URI
http://hdl.handle.net/10371/87395
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Appears in Collections:
College of Humanities (인문대학)Institute for German Studies (독일어문화권연구소)독일어문화권연구 (Zeitschrift für Deutschsprachige Kultur & Literaturen)독일어문화권연구 Volume 21 (2012)
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