Browse

환각 혹은 도핑의 역사와 전시(戰時)화된 일상
Die Geschichte des Rauschs od. Dopings und der militarisierte Alltag

Cited 0 time in Web of Science Cited 0 time in Scopus
Authors
정현규
Issue Date
2015
Publisher
서울대학교 인문대학 독일어문화권연구소
Citation
독일어문화권연구, Vol.24, pp. 101-122
Keywords
도핑도취해시시피로사회놀이DopingRauschHaschischMüdigkeitsgesellschaftSpiel
Abstract
Rausch und Doping sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Dies Merkmal ist schon im Berserker-Mythos festzustellen. Diese nordische Mythenfigur nahm ‘butotens’, eine Art Rauschmittel, ein, um seine körperliche Kraft zu vermehren, obwohl dabei die Gefahr bestand, durch diese Einnahme fast verrückt zu werden. Das Getränk besteht aus ‘Amanita muscaria’ bzw. ‘Fliegenpilz’, die die Rauschsubstanz in sich trägt. Die beiden Seiten des Rauschmittels sind in der Geschichte unterschiedlich betont worden, je nachdem welches Ziel man dadurch erreichen will. Einerseits hat man das Rauschmittel verwendet, um ein Gegenbild gegen die rationalistische Kälte und die trockene bürgerliche Welt zu setzen. Dies trifft bei den Schamanen in der antiken Welt, dem Dichter in der Romantik, aber auch bei den Hippies Ende der 60er Jahre zu. Andererseits hat das Rauschmittel als Dopingmittel gewirkt, indem es kontrolliert verwendet wird. Z.B. spielte es eine solche Rolle bei den niederen Arbeiterklassen im Inkareich, weil man mit den Kokablättern die Arbeiter weniger essen aber mehr arbeiten lassen konnte. Leider wird die letzte Tendenz im totalitären Kapitalismus immer wieder stärker. “Die Leistungsgesellschaft als Aktivgesellschaft entwickelt sich langsam zu einer Dopinggesellschaft”(Byung-Chul Han). Das extremste Beispiel dafür bieten die Soldaten im zweiten Weltkrieg, die mit der Einnahme der Wunderpille Pervitin oder Philopon durch die Kriegsfelder marschierten. Diesen im Krieg auffällig gewordenen Mechanismus können wir in der heutigen Dopinggesellschaft tagtäglich beobachten. Es bleiben nur ganz wenige Möglichkeiten, etwas gegen diese unendliche Ausbeutung unserer Leistung zu unternehmen und der totalen Mobilmachung zu entkommen. Adorno sieht eine Möglichkeit in der zweckfreien Aktivität beim Spiel der Kinder. Eine andere Möglichkeit wäre, gegen die Ich-Müdigkeit als die Erschöpfungsmüdigkeit die Wir-Müdigkeit als die “Müdigkeit der negativen Potenz, nämlich des nicht-zu”(Byung-Chul Han) wie im Handkeschen Sinne zu setzen.
ISSN
1229-7135
Language
Korean
URI
http://hdl.handle.net/10371/95665
Files in This Item:
Appears in Collections:
College of Humanities (인문대학)Institute for German Studies (독일어문화권연구소)독일어문화권연구 (Zeitschrift für Deutschsprachige Kultur & Literaturen)독일어문화권연구 Volume 24 (2015)
  • mendeley

Items in S-Space are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.

Browse